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IGNORIERT

Welchen Film habt Ihr zuletzt gesehen? + Bewertung


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Geschrieben
Na ja, im Prinzip ist der Film - auf den ersten Blick - überhaupt nichts Besonderes. Ein klassischer Coming-of-Age, von denen es mittlerweile einfach massenhaft viele (gute) gibt. Die Story von einem Jungen mit erschwerter Kindheit - der Vater haut nach Alaska ab, die Mutter muss ihn und seine Schwester alleine großziehen, mehrere Umzüge, saufende Stiefväter, später dann die Suche nach Selbstverwirklichung... hat man alles schon zigmal so gesehen. Wobei auch schon wesentlich schlechter inszeniert. Was den Film aber doch zu etwas Besonderem macht, ist das Filmprojekt an und für sich. Über 11 Jahre hinweg hat Regisseur Linklater an dem Film gedreht. Man sieht quasi in gut 160 Minuten den Kids beim Heranwachsen zu, wie im Film selbst eben, kein Wechseln der Darsteller für die verschiedenen Zeitperioden - das hat was. Nebenbei wird das Zeitkolorit des jeweiligen (Dreh-)Intervalls suberb eingefangen - von Musik- und Filmhypes der entsprechenden Zeit bis hin zu den Präsidentschaftswahlen - alles hat Wiedererkennungswert und man fühlt sich noch einmal mitgenommen auf eine Exkursion durch die vergangene Dekade.

Solchen filmischen Experimenten zolle ich jeden erdenklichen Respekt - ob das die Academy nächsten Monat auch tun wird, darüber bin ich mir nicht so sicher - zum einen, weil ich viele der konkurrierenden Filme noch nicht gesehen habe, zum anderen weiß ich nicht, ob das Projekt das Zeug zu einem Abräumer hat - ich bezweifel es. Dass Patricia Arquette den Goldjungen mit nach Hause nimmt, halte ich für sehr wahrscheinlich. Auch den Regiepreis könnte ich mir für Linklater sehr gut vorstellen, wenn Iñárritu nicht dazwischenfunkt. Aber wir werden sehen.

Ich verstehe den Hype um den Film nicht so ganz. Ich hab ihn zwar nicht gesehen, aber wenn ich etwas über den Film lese/höre, dann immer nur die Tatsache, das er über 11 Jahre lang gedreht wurde. Klar, das ist absolut einzigartig. Macht aber das allein den Film so gut?

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Geschrieben
Unsere Kinos zeigen Birdman einfach nicht, genauso wie Foxcatcher Anfang Februar. Das ist echt schlimm

Bei uns zeigt auch nur ein einziges Kino die Filme. Genauso wie Selma.

Ich hasse das auch. Und Birdman läuft auch nur am Wochenende.

Geschrieben
Aber bei einem Film, der das älter werden thematisiert, ist das nicht das ultimative Stilmittel, sollten man denn nicht dann dieses (aktuell) einmalige Experiment kennen?

Mich interessiert der Film ja auch sehr, aber allein wegen dieser Tatsache.

Ich weiß nicht, ob er mich genauso reizen würde, wenn er am Stück gedreht worden wäre.

Geschrieben

Birdman 10/10

Leute, tut mir bitte den Gefallen und schaut euch diesen wunderbaren Film an.

Ein ganz böser Seitenhieb an die heutigen Filme. Mir als "Marvel-Gegner" und allgemeinen Kritiker der heutigen Filme, war das einfach ein Fest!

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Geschrieben

Meine Meinung zum Ende von Birdman:

Meiner Meinung war das Ende nicht echt sondern ein Wunschdenken. Wenn man die ganze Handlung aufmerksam verfolgt hat, passt das Ende so gar nicht ins Bild. Er wird plötzlich von der Presse geliebt, gefeiert und hat sogar etwas neues erfunden, sein Manager lobt ihn endlich mal, seine Tochter kümmert sich rührend um ihn, seine Freundin und seine Ex-Freundin behandeln ihn gut, ja, er hat sogar die geliebten Blumen bekommen, die er die ganze Zeit haben wollte. Das heißt für mich: Er hat sich erschossen und das nicht nur die Nase! Was das Schweben und so weiter betrifft,das ist meiner Meinung nach nur Einbildung. Ausschlaggebend dafür ist die Szene mit Robert Downey Jr. Sein Alter Ego Birdman sagt, dass RDJ nur halb so talentiert wie er ist und so einen Erfolg hat. Sprich: Er war so von seinem Talent überzeugt, konnte aber keinen so richtig davon überzeugen, sodass er anschließend sich diese Kraft einbildete, um sich eben von den anderen abzuheben. Um als was besseres zu gelten. Den als Riggan ist er ein Niemand. Doch als Birdman lieben ihn alle. Dabei war die Bar-Szenen sehr stark. Den hochtalentierten Norton will keiner fotografieren oder ein Autogramm haben, während jeder den Mann im Kostüm liebt- obwohl diese Rolle bereits 20 Jahre alt ist.

Geschrieben
@fifa_niman

Ich sehe das ähnlich wie du. Das am Ende alles positiv ist, passt nicht zum vorherigen Gesamtbild. Das er Tod ist, wird durch die Kritikerin untermauert. Wenn man mal genau hinsieht, sieht man, dass sie unmittelbar nach dem Schuss das Theater verlässt. Sie konnte also nicht wissen ob es echt war oder nicht. Wobei ich da jetzt von ausgehe, das sie die Kritik noch am selben Abend geschrieben hat. Allerdings frage ich mich dann, wenn er Tod ist, aus wessen Perspektive findet das Ende dann statt? Ich würde dann eher denken, er liegt im Komma und träumt das Ganze nur. Man kann auf jeden Fall einiges in das Ende hineininterpretieren. Ich liebe solche Enden :D

Ach ja, Superkräfte hatte er mMn nicht. Sieht man deutlich als sein Manager ins Büro kam. Das fand denke ich alles nur in seiner Fantasie statt.

Über den Teil mit der Perspektive habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Deine Theorie mit dem Komma kann ich mir auch sehr gut vorstellen.

Geschrieben
kannst du etwas zu blackhat schreiben ohne zu spoilern? wir haben für morgen abend karten vorbestellt wissen aber immer noch nicht genau ob wir ihn schauen gehen sollen. ist der so ähnlich wie passwort swordfish?

Nein er ist ganz anders als Passwort Swordfish.

Im großen und ganzen kann ich den Film definitiv empfehlen. Ob man ihn unbedingt im Kino schauen muss, bezweifle ich. Der Film fängt recht schwer an und es dauert eine Weile bis man "reinkommt". Nach den ersten 20 Minuten macht der Film aber wirklich Spaß und ist auch sehr spannend. Allen voran das Ende ist ungemein spannend. Die Sache mit dem Hacken wird zwar klein gehalten, aber auch nicht interessant dargestellt. Es wird mit Fachbegriffen umher geschmissen und als Ahnungsloser ist man da schnell verloren und sucht stattdessen das Smartphone. Die gewohnten erstklassigen Schießereien von Mann gibt es auch. Der Ton ist fantastisch. Wenn es zur Sache geht, kriegt man das Gefühl mittendrin zu sein. Dabei gibt es noch eine Romanze. Die ist aber meiner Meinung nach völlig fehl am Platz und wirkt zu gekünstelt. Hemsworth macht seine Sache als Knacki und Hacker überraschend gut und kann auch in den dramatischen Momenten überzeugen. Der Rest ist ziemlich blaß. Das selbe gilt für den Bösewicht. Der Soundtrack ist atemberaubend gut und ein absoluter Ohrwurm. Technisch gesehen auch sehr gut- aber von Mann ist man das auch gewohnt.

FAZIT: Ein spannender Film mit Anlaufschwierigkeiten über unsere vernetzte Welt und ihren Schwächen. Technisch hervorragend und mit einem wunderschönen soundtrack.

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Geschrieben
Wenn du mich so fragst, nehme ich an du siehst den Film wesentlich schlechter?

Nun ja, der Film ist keine Geschichtsstunde, so viel ist klar. Wenn man das von Troja erwartet hat, wird man natürlich bitter enttäuscht. Ich empfand ihn eher als tolles Blockbuster-Kino und als solches funktioniert Troja auch wunderbar für mich.

Der Film punktet ganz klar in Sachen Kostümen und Kulissen. Auch die Kampf-Choreographien sind sehr gelungen, allen voran natürlich das Highlight, der Kampf zwischen Achilles und Hector, der einfach nur großartig inszeniert war.

Auch die Schauspieler machen einen super Job, abgesehen von Orlando Bloom. Und der Film behandelt beide Seiten relativ neutral, was auch ein Pluspunkt ist.

Ich verstehe jegliche negative Kritik zum Film, weil er als Historienfilm eher versagt und ihm jeglicher Tiefgang fehlt, aber er hat auf der anderen Seite auch ne Menge Pluspunkte, die ihn mMn doch vom grauen Durchschnitt oder sogar einem schlechten Film abheben.

Außerdem ist Pitt in dem Film verdammt cool :D

Geschrieben
Hab mir zuletzt die Hayao Miyazaki Collection durchgesehen, daher diesmal gleich 10 Bewertungen:

Nausicäa: Prinzessin aus dem Tal der Winde (1984) - 8/10

Das Schloss im Himmel (1986) - 7/10

Mein Nachbar Totoro (1988) - 7/10

Kikis kleiner Lieferservice (1989) - 6/10

Porco Rosso (1992) - 9/10

Prinzessin Mononoke (1997) - 8/10

Chihiros Reise ins Zauberland (2001) - 10/10

Das wandelnde Schloss (2004) - 8/10

Ponyo: Das große Abenteuer am Meer (2008) - 6/10

Wie der Wind sich hebt (2013) - 9/10

Kurz ein paar Worte zu meiner Bewertungsmethode.. Ich hab da kein festes Schema. Generell fängt jeder Film bei mir bei 10 Punkten an und dann geb ich Abzüge wenn mir was nicht gefallen hat. Manchmal kann ichs aber auch gar nicht wirklich sagen, was mich gestört hat, und einfach das Gesamtgefühl hat nicht gepasst (oftmals so der Fall bei 9/10 Wertungen, wo einfach das gewisse Etwas zur 10 fehlt).

Wow bei all den tollen Filmen nur einer 10er Wertung?

Geschrieben
Wieso traust du dich nicht? ^^ Werde ich machen. Auf die Prinzessin Kaguya freue ich mich auch schon extrem. Der lief hier irgendwie nur 3 Tage oder so im Kino und ist leider an mir vorbeigegangen.

Den Prinzessin Kaguya hab ich auch absolut nicht mitbekommen. Erst, als ich bemerkte, dass er für einen Oscar nominiert ist.

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